Kennst du das auch? Du bist bei deinem Hochbeet und plötzlich taucht eine versteckte Petersilie, eine vergessene Karotte oder eine andere Pflanze auf, die sich still und heimlich gehalten hat. Viele dieser Pflanzen beginnen im zweiten Jahr zu blühen – und genau dann werden sie zu einer kleinen Besonderheit für Mensch und Tier.

Wenn Gemüse blüht – schön, aber manchmal auch heikel

Einige Pflanzen wie Petersilie oder Rhabarber entwickeln mit der Blüte natürliche Schutzstoffe, damit sich ihre Samen ungestört entwickeln können. Für uns bedeutet das: Diese Pflanzen(teile) (sind giftig) und sollten nicht mehr gegessen werden, sobald sie in die Blüte gehen.
Andere wiederum sind im blühenden Zustand eine echte Bereicherung:
- Bärlauch
- Brennnessel

Ihre Samen lassen sich wunderbar zu Pesto, Aufstrichen oder Gewürzmischungen verarbeiten. Und natürlich kannst du auch Samen für die nächste Saison gewinnen – oder wie beim Kümmel direkt als Gewürz ernten.

⚠️ Vorsicht bei giftigen Pflanzen
Nicht alles, was hübsch aussieht, ist harmlos. Manche Pflanzen sind hochgiftig und sollten nur mit großer Vorsicht angefasst werden. Dazu gehört die kreuzblättrige Wolfsmilch.
- Sie ist sehr giftig
- Immer mit Handschuhen anfassen
- Niemals in die Nähe der Augen bringen – der Milchsaft verursacht sofort eine schmerzhafte Bindehautentzündung
Ich nutze die Samenkapseln der Wolfsmilch übrigens als natürliches Mittel gegen Wühlmäuse. Die Wühlmaus – im Gegensatz zum geschützten Maulwurf – ist ein Pflanzenfresser und nimmt die Samen auf. Wird die Kapsel nicht gefressen, wächst dort im nächsten Jahr einfach eine neue Pflanze, die ich je nach Bedarf entfernen oder stehen lassen kann.
🌱 Natur verstehen – Garten genießen
Unser Garten ist voller Überraschungen. Manche davon sind nützlich, manche wunderschön, manche brauchen Respekt und Vorsicht. Wer genau hinschaut, entdeckt jedes Jahr neue Geschichten zwischen Blüten, Blättern und kleinen tierischen Besuchern.
Wir wünschen euch viel Freude mit euren Gärten – und viele spannende Entdeckungen.