Ein kreativer Weg, der mich gefunden hat
Töpfern bedeutet für mich (Hanna): zur Ruhe kommen, Neues ausprobieren, mit den Händen denken und etwas erschaffen, das es vorher nicht gab. Dieser Weg hat sich nicht geplant ergeben – er hat mich gefunden.
Wie alles begann
Den ersten Funken entzündete meine Schulfreundin Heide Lamperter (Ton in Ton Studio). Sie formte wunderschöne Keramikobjekte, die mich sofort faszinierten. Ich schlug ihr vor, einige ihrer Stücke in meinem Schuhgeschäft auszustellen. Beim gemeinsamen Dekorieren wurde ich neugierig: Könnte ich so etwas auch?

Also trafen wir uns in Heides Kellerwerkstatt. Sie hatte bereits Kurse besucht und brachte nicht nur Talent, sondern auch viel Wissen mit. Unter ihrer Anleitung entstanden meine ersten eigenen Stücke – jedes davon ein kleines Abenteuer. Und plötzlich war es passiert: Die Begeisterung fürs Töpfern hatte mich voll erwischt.

Die Entdeckung von Paperclay
Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten stieß ich auf Paperclay, eine Modelliermasse aus Ton und Zellulosefasern. Zufällig las ich, dass es dazu einen Kurs gibt – und schon saß ich mit einer töpferbegeisterten Freundin im Auto Richtung Sausal.
Dort unterrichtete Mag. Otakar Sliva, ein wahrer Stern am Keramikhimmel. Für mich fühlte es sich anfangs fast zu hoch gegriffen an, doch es wurde eine großartige Erfahrung. Wir besuchten Otakar später sogar in seinem „Storchennest“ in Lutzmannsburg. Wenn ich heute meine Werke aus dieser Zeit betrachte, bin ich richtig stolz.

Lernen von Künstlerinnen und Künstlern
Immer wieder zog es uns zu Hanna Göttinger-Thayenthal (CreAktiv), die inspirierende Künstler einlud, um ihr Wissen weiterzugeben. So zeigte uns Sabine Classen, wie man ein Möbiusband aus Ton formt – eine Herausforderung, die meinen Blick auf Formen völlig verändert hat. Auch meine erste Erfahrung im Holzbrandofen verdanke ich diesen Kursen.

Mein heutiger Töpferplatz
Aktuell töpfere ich – wenn Zeit und Muse zusammenfinden – bei Barbara Ehrenreich (Keramikplatzl in Stallhofen). Ihr Atelier liegt erhöht über dem Alltag, wortwörtlich und im übertragenen Sinn. Ihr Wissen ist umfassend, ihre Art inspirierend. Dort kann ich all meine Ideen, auch die verrückten, umsetzen. Und jedes fertige Stück erfüllt mich mit echter Freude.
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