Was bedeutet mir mein Hausgarten?

Mein Hausgarten ist für mich weit mehr als ein Stück Grün. Er ist Freude, Beschäftigung, Entspannung – manchmal auch ein bisschen „Leiden schafft“, wenn der Rücken zwickt. Er ist Gedächtnistraining, Vision und hin und wieder sogar heiliger Zorn. Vor allem aber ist er ein lebendiger Ort voller Geschichten.

Ich, Hanna, bin Sammlerin. Ich staune jeden Tag über die Vielfalt der Pflanzen, die unserem Schöpfer eingefallen sind. Ein kleiner Teil davon wächst in meinem Garten – und jede einzelne Pflanze trägt ihre eigene Geschichte in sich.

Ein Garten voller Erinnerungen

Mein Garten ist nicht geplant, er ist gewachsen – so wie das Leben selbst. Da steht zum Beispiel die Königin Viktoria, ein Baum, den ich noch von meinem Vater bekommen habe. Darunter befindet sich die kleine Gedenkstätte für all die Kleintiere, um die meine Enkelkinder so tapfer getrauert haben.

In der Nähe des Hauses blühen die Frühblüher, die mich nach dem Winter besonders erfreuen. Kräuter wachsen dort, damit ich beim Kochen schnell zugreifen kann. Und ja – in der steinernen Badewanne wurde tatsächlich noch bis in die 70er-Jahre gebadet.

In unserem Garten finden sich viele Sammelobjekte egal ob Pflanzen oder Dinge, alles hat seinen Platz
In unserem Garten finden sich viele Sammelobjekte egal ob Pflanzen oder Dinge, alles hat seinen Platz

Pflanzen mit Geschichte

Viele Pflanzen sind Geschenke, Erinnerungen oder Fundstücke:

Zaubernuss – ein Geschenk meiner Tochter Irene
Felsenbirne – für mich und die Vögel
Szechuanpfeffer – mit beeindruckenden Dornen, ein Mitbringsel aus dem Alchemistenpark in Kirchberg am Wagram
Rote Palmkätzchen – ein Geschenk des Nachbarn
Sommerflieder – Erinnerung an meinen Onkel, der ihn stolz vor seinem Geschäft gepflanzt hatte
♥ Judasbaum – ein Mitbringsel von einem Romausflug
♥ Flieder in vielen Varianten – doppelter Flieder, weißer Flieder, Weißrandflieder und der alte Flieder von Oma
Rankrosen, Astern, Taglilien, Pimpernell – manche davon Ableger von Freunden
Feigenstrauch, Perückenstrauch, Weißdorn, Ribisel, Phlox, Winterjasmin
Rosen – jede einzelne mit einer eigenen Geschichte
Kaki – so viele Erinnerungen

Hannerl bei der Kaki-Ernte im Garten
Hannerl bei der Kaki-Ernte im Garten

Herbersteinrose und Lipizzanerrose – von „lauter Adeligen“, aber vor allem von Menschen, die mir am Herzen liegen

Und die Liste könnte noch lange weitergehen: Kirschlorbeer, Ginster, winterharte Fuchsie, Orangenbäumchen, Olive, Khaki, Wein, Maulbeere, Pimpernuss, „Sieben Söhne des Himmels“, Dirndlstrauch …

Unser Biotop – ein kleines Wunder

Unser Biotop wird ausschließlich mit Regenwasser aus der Dachrinne gespeist. Darin leben Fische, die sich erstaunlich gut vermehren. Einmal im Jahr ist „großes Saubermachen“ – mit tatkräftiger Unterstützung unserer Enkel. Damit alles klappt, müssen:

  • die Frösche und Kröten bereits abgelaicht haben,
  • der Wetterpauli drei Tage Regen ankündigen,
  • und es muss Abnehmer für die vielen Fische geben.

Leben im Garten

Unser Garten ist nicht nur ein Ort für Pflanzen, sondern ein kleines Ökosystem:

Seidenhuhn im Garten
Seidenhuhn im Garten
  • unsere drei Quessant-Schafe Lotte, Leni und Laura,
  • die Hühner und der Hahn,
  • die Nachbarskatzen,
  • und – Gott sei Dank – viele Bienen und andere Insekten.
Hanna und ihre Hühner
Hanna und ihre Hühner

Und natürlich all die Vögel, die uns beim naturnahen Garteln unterstützen.

 
  1. Christine Halper

    Traummhaft, ein Paradies, komm euch einmal besuchen!

    Schöne Zeit, weiterhin viel Freude und Liebe mit eurem Paradies🫶🌹🌷

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