Es ist unvorstellbar welche reiche Vielfalt es beim „heimischen“ Obst gibt. Luis erzählt in diesem Beitrag über die vielen Apfelsorten.

Da ist Apfel nicht gleich Apfel, wenn es auch leider durch das Konsumverhalten schon sehr reduziert ist. Es gab ca. 2500 bekannte und benannte, verschiedene Äpfel, die sich seit dem Erwerbsobstbau auf ca. 1500 reduzierten. Warum? Weil sie zu klein, zu sauer, zu spät oder nur kurz lagerfähig sind, die Ungeduld ist schrecklich. Manche Bäume brauchen zur Fruchtbarkeit bis zu 20 Jahre. Bis dorthin gibt es nur Wachstum und Laub. Durch Unwissenheit ist so manche wertvolle Obstsorte, teilweise unwiederbringlich verschwunden.

Ich habe mir im laufe der Jahre ein eigenes minimales Wissen über das Obst angeeignet. Es interessierte mich ganz einfach. Viele meiner Bekannten sind gleichgesinnte, so können wir uns auch häufig unsere Erfahrungen austauschen. Durch meine Weiterbildung in nieder- und oberösterreichischen Lehr Gärten und Baumschulen bekam ich andere Sichtweisen. Es ist keine Schande bei dieser Vielfalt einmal zu sagen ich kenne diese Sorte nicht. Jede Sorte hat mehr als 90 Merkmale, welche für eine Bestimmung ausschlaggebend sind. Die Frucht kann auch, je nach Witterung ein Jahr später ein wenig anders aussehen. Auch der Geschmack kann gering anders sein da wir ja immer nur die Mutter kennen, der Vater wird von der Biene oder einem Insekt gebracht.

Ich kann nur jeden Baumbesitzer raten mach Aufzeichnungen: Wer hat, wann diesen Baum gepflanzt, ist die Sorte bekannt. Wo kommt er her, wurde er von jemanden um veredelt. Es ist für Dich und Deinen Nachkommen einmal interessant, es könnte auch ein Verwandter, Bekannter oder Interessierter kommen und Reiser für einen neuen Baum brauchen. Auch wir, meine Bekannten von der Arche Noha in Schilter, vom Versuchsgarten Jedlersdorf und Baumwarte suchen noch immer nach unbekannten, alten, vergessenen Sorten.
Wenn es Dich interessiert, oder Du brauchst Hilfe melde Dich, so weit wir können helfen wir gerne –> hier geht es zu unseren Apfelsorten.