Manchmal findet man Dinge nicht, weil man nach ihnen sucht – sondern weil sie einen finden. So ging es uns vor kurzem, als wir in einer alten Kiste ein kleines, unscheinbares Büchlein entdeckten. Der Einband schon etwas müde, die Seiten vergilbt, der Geruch nach Papier, das viele Jahrzehnte gesehen hat.

Der Titel: „Grundlagen des Obstbaues“ – Ausgabe 1944. Ein Leitfaden für Obstbauern, Baumwarte und Fachschulen. Ein Stück Geschichte, das plötzlich wieder in unseren Händen lag.

Wissen, das nicht alt wird!

Das Büchlein wurde 1944 veröffentlicht – doch mache Stellen wie z.B. diese lesen sich wie ein Appel an uns heute!

Viele Kapitel wirken aktuell: 

  • Die Bedeutung von Boden, Lage und Klima.
  • Die Liebe zu alten Sorten wie Ilzer Rosenapfel, Kronprinz Rudolf oder Welschbrunner.
Auszug-Sortenverzeichnis
  • Die Hinweise zur Kronenpflege, zur Düngung, zur richtigen Unterlage.
  • Und natürlich: die Bienen. Damals schon als unverzichtbare Helfer beschrieben.

Man merkt, wie eng Menschen früher mit ihren Obstbäumen verbunden waren. Jeder Baum war ein Stück Zukunft, ein Versprechen, ein Jahresrhythmus.

Hier ein paar ein Einblicke in das Büchlein:

Kornelkirsche
Kornelkirschstrauch an der Teichanlage mit Blättern und Früchten im Mai - Foto: Pia Burchhart
Kornelkirschstrauch an der Teichanlage mit Blättern und Früchten im Mai – Foto: Pia Burchhart
Maulbeerbaum
von links nach rechts - Schwarze Maulbeere, Weiße Maulbeere, Rote Maulbeere und Maulbeerstrauch aus Scafati (I)
von links nach rechts – Schwarze Maulbeere, Weiße Maulbeere, Rote Maulbeere und Maulbeerstrauch aus Scafati (I)

Wer mehr Interesse hat und das Büchlein auch anschauen / durchblättern möchte  kann sich gerne bei mir (Luis) melden.

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